Geschichte

Am 20. November 1919 wurde im Schulhaus Geiss der Verein «Flobertschützen Geiss» gegründet. Präsident war Josef Fischer, der Lehrer vom Schulhaus Geiss. Wer ein Mitglied im Schützenverein werden wollte, musste eine Eintrittsgebühr von Fr. 3.- zahlen, sowie danach einen Jahresbeitrag von Fr. 2.-. Zu Beginn des folgenden Jahres fand die erste Generalversammlung im Schulhaus Geiss statt. Dort wurde beschlossen, vier transportable Scheiben anfertigen zu lassen, die ca. 300-400.- kosteten. Der Kredit dafür war ein zinsloses Darlehen der Schützen und Gönner. Noch im gleichen Jahr wurde der neue Scheibenstand mit sechs Zugscheiben auf den Grundstücken vom Restaurant Ochsen und der Kirchgemeinde Geiss gebaut. 

In den folgenden Jahren fanden die ersten Freundschaftsschiessen mit den Nachbarssektionen, sowie selbst organisierte Schützenfeste statt. Im Jahr 1928 forderte der zentralschweizerische Verband die Flobertschützen auf, dem Verband beizutreten. Dies lehnte der Vorstand der Schützen jedoch ab. Daraufhin wurde vom Verband öffentlich verlangt, dass das kommende Standartenweiheschiessen in Geiss boykottiert werden soll. Dem Aufruf wurde teilweise auch Folge geleistet, was eine schwache Beteiligung von nur ca. 100 Schützen zur Folge hatte. Sieben Jahre später beschlossen die Schützen doch, dem Verband beizutreten und der Name wurde von «Flobertschützen Geiss» zu «Kleinkaliberschützen Geiss» geändert.

 Während des zweiten Weltkrieges wurde der Schiessbetrieb weitestgehend eingestellt, da es in dieser Zeit auch keine Munition mehr zu kaufen gab. Danach, im Jahr 1945, nahm man den Schiessbetrieb wieder auf und es fanden in den folgenden Jahren diverse Schiessen statt, unter anderem das erste Wyberschiessen, an dem sich 12 Frauen beteiligten und das erste Schüztenlotto. Der Jahresbeitrag wurde erstmals angepasst und zwar auf Fr. 5.-. 

Im Jahr 1965 musste der Standort Geiss aufgegeben werden und die Schützen fanden Unterschlupf in der neu gebauten 300m-Schiessanlage in Menznau, auf dem heutigen Areal der Kronospan. Mit diesem Umzug änderte sich der Vereinsname von «Kleinkaliberschützen Geiss» zu «Kleinkaliberschützen Menznau». Vier Jahre später wurde eine Standarte angeschafft, mit dem Patenpaar Regina Wicki und Andreas Zihlmann. Weitere drei Jahre später fand der erste Jungschützenkurs mit dem Jungschützenleiter Hermann Dobmann statt. 

Der heutige Schiessstand wurde 1991 gebaut, was wieder einen Umzug der Schützen bedeutete. Dazu kamen zehn Laufscheiben und ein Schützenstübli mit dem Namen «Lindenstübli». 1994 konnte das 75-jährige Jubiläumsschiessen durchgeführt werden und zu diesem Jubiläum wurde auch die neue Fahne eingeweiht, Fahnengotte und -götti waren Regina Wicki und Albert Lustenberger. Ebenfalls änderte sich der Vereinsname zu «Sportschützen Menznau», der bis heute aktuell ist. 

Zehn Jahre später, zum 85-jährigen Jubiläum, bekam der Verein eine neue Standarte mit der Fahnengotte Margrit Dobmann und dem Fahnengötti Urs Reis. Im gleichen Jahr nahmen die Sportschützen Menznau am Eidgenössischen Schützenfest in Aarau teil. 

Im Frühling 2013 stiessen die Schützen auf ein Angebot von elektronischen Scheiben. Innerhalb von drei Wochen wurden die Scheiben organisiert und installiert und ab da konnte mit Erfolg auf die neuen Scheiben geschossen werden. Ein grosser Erfolg gelang den Schützen im Jahr 2015 mit dem goldbestücken Lorbeerkranz vom Eidgenössischen Schützenfest in Raron, Wallis. Am 100-jährigen Jubiläum, im Jahr 2019, organisierten die Sportschützen ein Jubiläumsschiessen mit den benachbarten und befreundeten Sektionen und luden zum Fest auch alle Ehren- und ehemaligen Mitglieder der Sportschützen Menznau ein.